05.12.2016 - 18:08 Uhr

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Beim 33. Nikolauslauf 2016 in Herdecke kamen 856 Teilnehmer (auf dem Bild kurz nach dem Start unter der Ruhrbrücke) ins Ziel. Foto: Michael Hartung

Beim 33. Herdecker Nikolauslauf folgt David Valentin dem Vorbild seines Vaters und triumphiert bei den Männern. Bei den Frauen siegt Lena Abramowski.

Der Nikolauslauf des Ruderclubs Westfalen Herdecke ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Die 33. Auflage lockte wieder annähernd 1000 Läuferinnen und Läufer in die Ruhrstadt. Allerdings waren nicht alle Sportler, die sich für das größte Herdecker Lauferlebnis angemeldet hatten, auch erschienen. „Da spielen wohl Erkältungen eine große Rolle“, vermutete Thomas Bieber vom ausrichtenden Herdecker Ruderclub.

Trotzdem war der Veranstalter mit der Resonanz zufrieden. Wenn auch erst um 14 Uhr der Lauf gestartet wurde, sah man bereits ab 12 Uhr die ersten Teilnehmer, die sich schon warm liefen – oft in lockerer Atmosphäre bei einem Gespräch mit dem Nachbarn. Man kennt sich halt bei dieser Veranstaltung mit der unveränderten Streckenführung. „Allerdings mussten wir in diesem Jahr vor leichter Glätte auf einer Brücke warnen“, berichtete Thomas Bieber. Es ist aber nichts passiert.

Derweil informierte Götz Hohaus, der seit Jahren diesen Lauf als Moderator begleitet, Sportler und Zuschauer über den Stand der Dinge und natürlich auch über die Person, die am Samstag das Feld auf die Reise schickte. Es war Patricia de Graat, beim TSV Herdecke groß geworden und jetzt für die LG Olympia Dortmund startend. Für die Dortmunder holte die zierliche Läuferin bei den Deutschen Meisterschaften der U20 die Bronzemedaille über 1500 Meter. Die langen Strecken sind aber nicht ihr Ding. Ganz anders ihr Vater Jörg, der nach 41:44 Minuten als Zwölfter der M50 die Ziellinie überquerte.

Erinnerungen an Anfangszeit

An der Strecke war auch Helmut Jürgens, einer der Väter dieser beliebten Veranstaltung und heute Stadtführer in Herdecke. „Keiner hat damals geglaubt, dass dieser Lauf solange Bestand haben würde“, so Jürgens und erzählte einige Geschichten aus den Anfangstagen. Er selbst startete aber nie bei dem Lauf.

Nach 18 Jahren gab es wieder einen Sieger mit Nachnamen Valentin. War es damals Jörg Valentin, so war 2016 sein Sohn der Schnellste auf der Strecke, die allerdings nicht die gleiche wie beim Sieg seines Vaters war. Nach 30:38 Minuten überquerte David Valentin die Ziellinie am Bootshaus des Herdecker Ruderclubs und konnte somit den Streckenrekord vom letztjährigen Sieger Andreas Kuhlen (VfL Löhningen) um zwei Sekunden unterbieten. Für den neuen Streckenrekord gab es eine Geldprämie in Höhe von 100 Euro.

Auch bei den Frauen gab es eine glückliche Gewinnerin, und zwar die für den TuS Breckerfeld laufende Lena Abramowski. „Ich bin erstmals in Herdecke gestartet und habe dann sofort gewonnen“, strahlte die Athletin, die nach 36:50 Minuten das Ziel erreichte. „Keine Probleme. Alles war in Ordnung“, so die Überraschungssiegerin, die fast unbemerkt das Ziel errichte. Zwölf Sekunden später überquerte die Vorjahressiegerin Sarah Baumann vom Triathlon-Team Hagen die Ziellinie vor dem Bootshaus der Ruderclubs, in dem es auch in diesem Jahr wieder leckere Backwaren gab und dann noch die Siegerehrung stattfand.

 

Text: Peter Pickel

Quelle: www.derwesten.de

 

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