03.09.2015 | 16:58 Uhr

Der Deutschland-Achter mit Marti Sauer (ganz rechts), Malte Jakschik (2.v.l.), Maximilian Reinelt (3.v.l.). Foto: Detlev Seyb

Für den Deutschland-Achter und den Frauenvierer läuft es auf eine erfolgreiche Mission hinaus bei der Ruder-Weltmeisterschaft.

Auf Titeljagd und Olympia im Blick: Gleich vier Studenten der Ruhr-Universität rudern am Wochenende bei den Weltmeisterschaften im französischen Aiguebelette um WM-Gold. Malte Jakschik (Maschinenbau), Martin Sauer (Jura) und Maximilian Reinelt im Deutschland-Achter sowie Carina Bär (beide Humanmedizin) im Frauen-Doppelvierer präsentierten sich in den ersten WM-Tagen auf dem Bergsee Lac d’Aiguebelette in Topform und qualifizierten sich jeweils mit Vorlaufsiegen direkt für die Finals.

Während Carina Bär mit ihren Teamkolleginnen als Titelverteidigerin und Favoriten im Frauen-Doppelvierer ins Final-Wochenende geht, hat das Trio aus dem Achter noch mindestens eine Rechnung offen mit dem Titelverteidiger und Dauerrivalen der vergangenen Jahre aus Großbritannien. Sie sinnen auf Revanche und wollen wie beim EM-Sieg im Mai auch in Frankreich triumphieren.

Hoch konzentriert und bis über die Ohren motiviert bereitet sich die Mannschaft auf den Showdown am Sonntag um 14.45 Uhr (live im ZDF und bei Eurosport) vor. Es wird mit einem engen Rennausgang gerechnet, wenige Hunderstel Sekunden können über den Sieg entscheiden. Weitere Gegner sind die Achter aus den Niederlanden, Russland, Neuseeland und Italien. Dabei geht es auch darum, das Olympia-Ticket zu sichern. Die ersten fünf Achter qualifizieren sich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio.

Das gesteckte Ziel erreicht haben bereits die Youngster Maximilian Korge (20) und Johannes Weißenfeld (21). Sie zogen am Donnerstag mit dem Vierer ohne Steuermann ins Finale ein und lösten damit vorzeitig das Olympia-Ticket. Mit einem fulminanten Endspurt auf den letzten 300 Metern schoben sie sich im Halbfinale noch vom fünften auf den dritten Rang vor.

Marchand hofft aufs Rio-Ticket

Gute Chancen, die Olympia-Qualifikation zu schaffen, hat auch Kathrin Marchand im Zweier ohne Steuerfrau. Sie verpasste mit ihrer Partnerin Kerstin Hartmann zwar als Halbfinal-Vierte den Endlauf der besten sechs Boote. Für das gesteckte Ziel Rio reicht aber Platz elf bzw. der fünfte Rang am Samstag im B-Finale, was nach den bisherigen Vorstellungen zu schaffen sein sollte.

Seine zweite Medaille binnen zwei Monaten kann am heutigen Freitag bereits Nachwuchsruderer Jakob Schneider gewinnen. Nach dem Sieg im Vorlauf in der nicht-olympischen Bootsklasse Zweier mit Steuermann will er nach dem Universiade-Sieg im Juli erneut aufs Treppchen. Wie beim Männer-Achter sind die Briten der große Kontrahent.

Frauenachter ausgeschieden

Vorzeitig ausgeschieden im Kampf um das Olympia-Ticket ist der Frauenachter mit den Bochumer Studentinnen Ronja Schütte und Charlotte Reinhardt.

Mit jeweils nur letzten Plätzen im Vor- und im Hoffnungslauf verpassten sie den Finaleinzug, womit sie auf die Nachqualifikation im kommenden Jahr hoffen müssen.

Text: Carsten Oberhagemann

Quelle: www.derwesten.de

 

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