Dezember 2020

2020 ist ein ganz besonderes Jahr für uns alle. Auch die Sportvereine haben mit den Auswirkungen des Corona-Virus, insbesondere mit der Schließung der Vereinsstätten, zu kämpfen.

Allerdings haben wir einen Weg gefunden. Einen Weg, der uns vielleicht in besonderer Hinsicht daran erinnert, wie sehr wir uns mit dem Sport verbunden fühlen.

Gleich zu Beginn der Saison musste das tägliche gemeinsame Training am Verein ausfallen. Für viele von uns war es das erste Mal seit Jahren, dass wir den Verein mehrere Tage am Stück nicht zu Gesicht bekamen. Doch bedeutete dies nicht, dass wir den Sport und den Traum vom Sieg plötzlich aufgegeben hatten. Gemeinsam mit unserer Trainerin erarbeiteten wir einen individuellen Trainingsplan für zu Hause. Wir bekamen Rudergeräte zur Verfügung gestellt und das Training ging weiter – im Garten, im Keller, oder im Kinderzimmer des 2. Stocks. Rudereinheiten auf dem Wasser wurden durch Lauf- und Radeinheiten zu zweit an Land ersetzt. Tägliche Bildaufnahmen eines jeden Einzelnen dienten als Trainingsbeweis und sorgten auch weiterhin für gegenseitige Motivation.

Ein besonderer Wendepunkt stellte das vom Verein erarbeitete Hygienekonzept dar, dass es uns erlaubte, allein und zu festgelegten Zeiten rudern zu gehen.

Dennoch wurden immer mehr Wettkämpfe abgesagt und die Frage: „Wofür?“ rückte in den Vordergrund.

Wir zahlten sogar mit dem Verlust einzelner Trainingsmitglieder. Aber ein Großteil aber konnte auch weiterhin den Ehrgeiz aufrechterhalten und den Spaß am Sport nicht verlieren. Zugleich konnten auch neue Junioren über die Sommerferien für den Leistungssport gewonnen werden, die sich auf einer Kennenlern-Fahrt in der Eifel beim Zelten in freier Wildbahn das erste Mal beweisen konnten.

Nach den Lockerungen konnten wir zudem wieder Grillabende im kleinen Kreis veranstalten und zur Herdecker Hütte ins Sauerland fahren. Endlich ein Schritt in Richtung Normalität, den wir alle dringend nötig hatten. Wanderungen und lange Spieleabende lockerten die spürbaren Spannungen, die Corona in der gesamten Gruppe hervorgerufen hatte.

Die Kindergruppe nahm an dem landesweiten Projekt „Sommerpreis NRW“ teil und hat unter anderem ihre eigene kleine Bootsflotte gebaut.

Und auch Wettkämpfe wurden wieder möglich. Unter strengen Voraussetzungen war es uns erlaubt an ersten Regatten teilzunehmen, sodass in Krefeld erste Siege eingefahren werden konnten.

Den Höhepunkt der sehr verkürzten Saison stellten dann die Landesmeisterschaften NRW dar. Das Durchhaltevermögen sollte sich endlich auszahlen und so beendete Moritz Küpper den Wettkampf als Vizemeister, Katharina Golüke und Svenja Heierhoff konnten im Zweier auf den 4. Platz fahren und David Kalle sicherte sich den 6. Platz im Finale.


Auch die Kinder konnten große Erfolge verzeichnen. So wurde Jan Springorum mit seinen 13 Jahren Landessieger und konnte sich zudem gemeinsam mit Tom Zeller, Mats Brunow, Felix Waltenberg und Steuerfrau Charlotte Reissenberger den 3. Platz erkämpfen.

Mit diesen Ergebnissen schien ein erfolgreicher Start in die Wintersaison gesichert. Die Sporträume des Vereins durften in begrenzter Personenzahl und unter Beachtung des Hygiene-Konzeptes wieder genutzt werden und das Training verlief in halbwegs normalen Bahnen.

Doch dann schlugen die hohen Corona-Zahlen erneut zu und es heißt wieder: Abwarten.

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